Hier entsteht gerade meine Zukunftsvision eines nachhaltigen, weil aus nachwachsenden (oder Recycling-) Rohstoffen gefertigten, mit erneuerbaren Energien betriebenen und am Ende des Lebenszyklus vollständig recycling-fähigen Katamarans. Mein Leuchtturmprojekt in der Plastikwüste der schwimmenden Sondermüllansammlungen, die wir heute Schiffe nennen. (Mein derzeitiges Boot leider eingeschlossen. Sorry ANAKIWA …).

Da stellt sich natürlich als erstes die Frage, warum ich mir gerade frisch solch einen Plastik-Sondermüllhaufen zugelegt habe (wenn auch gebraucht)?

Nun, ich wollte testen, ob Katamaran bei mir an sich “funktioniert” (ja, tut er. Sogar sehr gut!). Und ich hatte mir Anfang 2019 ehrlich gesagt nicht zugetraut, eine dreiviertel Million Euro oder mehr aufzutreiben (eigentlich schade, aber ich bin halt immer noch ein Angsthase). Zumal klar ist, dass diese Summe – und das wird es mindestens brauchen für solch ein Experimental-Schiff – mit meinem Konzept der einkommensbasierten Preise eher unwarscheinlich zu finanzieren wäre. Da müßte ich dann ganz klar hochpreisigen Exklusiv-Charter für Wohlhabende anbieten, was nicht mein Thema ist.

Warum fange ich jetzt trotzdem davon an zu träumen, solch ein nachhaltig-verrücktes Projekt zu entwickeln?

Mich beschäftigt zusehends die Frage wohin später mit all diesen Plastikbooten? Zumal die gerade wie verrückt neu gebaut werden. Ohne auch nur einen Gedanken an mehr Nachhaltigkeit oder Recyclingfähigkeit zu verschwenden.

Vielleicht bin ich auch auf dem Überführungstörn der ANAKIWA von Kroatien durch’s Mittelmeer und die Atlantikküste hoch, zu vielen neuen (und hässlichen) Booten begegnet?

Vielleicht auch, weil ich dieses Jahr einen Menschen aus der Management-Ebene von Bavaria an Bord hatte (Als große deutsche Werft momentan verantwortlich für jährlich ca. 360 neue Sondermüll-Schiffe), der auf meine Frage nach Zukunftskonzepten für mehr Nachhaltigkeit im Bootsbau ernüchternd antwortete: “Wir bauen letztlich was der Kunde will …”.

Dem Wunsch der Kunden werden wir mit diesem Projekt etwas nachhelfen: Ich bin mit meinem Schiff den ganzen Sommer über (5 Monate) als schwimmende Werbeplattform in den beliebtesten Häfen der Ostsee unterwegs. Dazu kommen 90 Gäste pro Saison an Bord.

Das sind alles wunderbare Kontakte und Gelegenheiten um zu Inspirieren, Begehrlichkeiten zu wecken und ein Zeichen zu setzen für zukunftsfähigen Bootsbau, Tourismus und Lebensstil.

Darum muß dieses Schiff:

  1. Sehr gut aussehen.
  2. Von Weitem bereits als “exotisch” und “anders” erkennbar sein.
  3. Neugierde und Interesse wecken.
  4. Von den Segel – und Materialeigenschaften her überzeugen.
  5. Soetwas wie der erste Tesla auf dem Wasser sein (wobei hier mal dahin gestellt sei, ob ein Tesla wirklich nachhaltig ist. Aber eines hat Tesla geschafft: Elektroautos sind “hip”).
  6. Möglichst viele Innovationen in sich vereinen (Was ist z.B. mit Regenwassernutzung, Komposttoiletten oder Grauwasserklärung auf Pflanzenbasis auf Schiffen?). Für mehr Infos zu den einzelnen Themen klicke auf die Unterpunkte:

Rumpfmaterial, Bauweise, Lebenszyklus, Recyclingkonzept.

Hier meine Wunschliste: Haltbarkeit mind. 50 Jahre. – Vollständig recyclebar/oder wiederverwendbar. – Nachwachsende Rohstoffe. Wo dies nicht möglich, Verwendung von Abfallstoffen aus bestehendem Kreislauf, oder Upcycling. – Möglichst langlebig. – Reparierbar. – Leicht und stabil. – Seetüchtig. – pflegeleicht. – Ungiftig in Herstellung, Verarbeitung, Betrieb und am Ende der Nutzungszeit. – Niedrige Wartungskosten und Materialeinsatz zur Erhaltung (Lacke, schutzschichten?) – Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus mitgedacht!

Inhalt erscheint hier.

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Akkordeon Inhalt

Da sich diese Idee nicht aus den laufenden Törneinnahmen finanzieren lässt, bietet sich hier eine einmalige Gelegenheit für visionäre Menschen wie dich mit genügend Spielgeld , ein Zeichen zu setzen.

Für dich selbst

Fürr die Planetin

Für deine Enkel

Für uns Alle

Also aufi gehts. Wer ist mit im Zukunfts-Boot?