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01.09.2017

01.09.2017

Zum ersten Mal bin ich mit vier Frauen als Crew an Bord. Ich genieße gerade die so ganz andere Atmosphäre, die sich dadurch auf der Phoenix ausbreitet.

Sicher liegt es auch an diesen speziellen Menschen; trotzdem ist es im Vergleich zu den überwiegenden Männercrews auffallend anderes. Oft hatte ich da das Gefühl, dass ich etwas gebe, etwas tun muss, mich einsetzen muss, damit die mir wichtigen Themen auch Raum finden.

Jetzt ist es eher wie Segeln mit Rückenwind: Fühle mich getragen und beschenkt. Fast wie Urlaub… Danke!

Frage mich dabei, in wie weit sich dieses Gefühl einstellt, weil ich mich grundsätzlich unter Männern eher unwohl und in “Konkurrenz“ fühle? Liegt es an mir, dass ich mich von Männern weniger akzeptiert und angenommen fühle? Nehme ich Männer weniger an?

Und was hat das alles mit dem Experiment zu tun? Zunächst herzlich wenig. Trotzdem ist es gerade das, was mich mehr beschäftigt als die Fragen um Geld und Arbeit. Und doch ist da eine Verbindung, denn auch hier geht es um Geben und Nehmen, um die Balance in Beziehungen, um Ausgewogenheit. Und auch hier bin ich voll im alten System: Immer in Erwartung einer Gegenleistung für meine Gaben. Anstatt mich zu freuen, dass ich geben darf, quält mich der Zweifel, ob ich auch genug zurückbekomme. Anstatt mich zu freuen, wenn mir etwas geschenkt wird, ist da gleich die Frage, was ich dafür im Ausgleich geben kann und muss…

 

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