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15.04.2017

15.04.2017

Nach einer stürmischen Überfahrt von Strande nach Schleimünde, mit am Ende satten 8 Beaufort, sind wir auf der Lotseninsel “gestrandet“.

Dort hat Konstantin Steinmeyer im Auftrag der Lighthouse-Foundation das Ruder in der Giftbude übernommen. Genauer gesagt nicht nur für die Giftbude, sondern zusammen mit der Stiftung haben sie ein ambitioniertes wie umfassendes Konzept für die Förderung dieses abgelegenen, aber traditionellen Ortes als Modellprojekt für eine ressourcenschonende, nachhaltige Entwicklung aufgestellt: Bildungsarbeit, Permakultur, Meeresbewirtschaftung von Fisch bis Algenprodukte, Ein Seminarhaus mit ganzjähriger Bewirtschaftung, in dem vor allem der direkte Zusammenhang von Nachhaltigkeit und dem Überleben auf einer Kleinstinsel mit begrenzten Ressourcen hautnah erfahren werden kann, und nicht zu Letzt das Schaffen lokaler Wirtschaftskreisläufe mit den entsprechenden Arbeitsplätzen, stehen auf dem Programm. Konsumwahn und Wachstumsdogma sind hier kein Thema mehr.

Ein Team junger, wacher Menschen begrüßt uns und die Segler von den zwei anderen Yachten, die es trotz des Starkwinds hier her verschlagen hat, herzlich. Meine Crew handelt beherzt mit dem Chef einen Pizzadeal aus (auch wenn die eigentlich nicht auf der Karte steht), der selbst Herrn Trump vor Neid erblassen lassen würde: 1,5 Bleche für uns, wenn wir Käse, Artischocken, Mais und Pilze aus dem Bordfundus beisteuern, und ein halbes Blech für das Küchenteam. Das alles für sagenhafte 3€ pro Kopf.

Wir fühlen uns sofort zu Hause und genießen die Zeit bis zum Essen vor dem Pelletofen mit Bücher-Lesen und Schreiben, während draußen der Sturm um die Giftbude braust.

Ab sofort wird Schleimünde auf meiner Karte der zukunftsfähigen Orte einen festen Platz im Törnplan bekommen.

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