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14.04.2017

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Heute ist SKS-Prüfung (praktischer Teil, damit ich dann auch ganz offiziell das Leben meiner Mitsegler riskieren darf…). Das bedeutet vorallem für die Crew viel Geduld, denn trotzt akribischer Planung geht zunächst alles schief:

Der deutsche Amtsschimmel blüht und sprießt, als ich mich im Büro des Prüfungsausschusses melde: Dort stellen die Scheinverwalter fest, dass ich so nicht zur Prüfung zugelassen werden kann. Es muss ein verantwortlicher Schiffsführer an Bord sein, der einen SKS-Schein hat.

Ich hatte extra im Vorfeld angefragt, ob ich als Einhandsegler auf meinem eigenen Schiff geprüft werden kann. Antwort: Nein, ich brauche 2 Mann Besatzung. Sonst alles OK. Von einem Schiffsführer war keine Rede. Jetzt stehe ich hier mit einer vierköpfigen Besatzung und nun fehlt der Schiffsführer. Super.

Meine vier Jugendlichen halten sich tapfer mit Kartenspielen bei Laune. Kein Murren kommt über ihre Lippen. Ich bin schwer beeindruckt.

Ich selbst bin aber zunächst einfach nur fertig. Wir haben dann gemeinsam im Internet noch mal die Prüfungsordnung konsultiert. Dort heißt es wörtlich:
…Für die Abnahme der praktischen Prüfung hat der Bewerber eine geeignete, betriebsfähige und gehörig ausgerüstete Segel-/Motoryacht mit einem Schiffsführer zu stellen, der eine Fahrerlaubnis haben muss…

Diese Fahrerlaubnis besitze ich in Form meines Sportbootführerscheins natürlich selber. Das ich nicht in Personalunion Prüfling und Schiffsführer sein kann, steht da nicht.

Der in meinen Augen breite Ermessensspielraum wurde leider nicht genutzt. Ich bin dann von Boot zu Boot getingelt und habe nach einen temporären SKS-Prüfungsskipper gefragt. Bereits beim zweiten Boot wurde ich mit Hauke fündig. Eigentlich wollte er seiner Schwester und ihrem Freund beim Maststellen und Auftakeln helfen. Trotzdem ist er gerne bereit, mit seinem Schein und seiner Anwesenheit an Bord meine Prüfung zu ermöglichen und im Wortsinn den Schein zu waren.

Schön, dass es diese Hilfsbereitschaft unter Seglern immer noch gibt! Danke Hauke, du hast den Tag – und die Prüfung – gerettet! Und herzlichen Dank an Haukes Schwester und deren Mann für die Überlassung des “Leih-Schiffsführers“.

Nun bin ich Besitzer eines SKS-Scheins und darf gewerblich Gäste gegen Geld fahren. Was ich ja eigentlich nicht will, denn ich möchte nicht für die Woche Segeln bezahlt werden… Aber das ist ein anderes Thema.

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