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17.02.2017

17.02.2017

Eine potentielle Mitseglerin fragte mich vor einigen Tagen, ob ich sie mitnehme, wenn sie sich mit einer bestimmten Summe beteiligen würde.

Meine Antwort war darauf: “…Zum Geld: Grundsätzlich ist für Alle nur die Bordkasse verbindlich (je nach Verbrauch zwischen 15-25€ am Tag). Ob und wie viel du darüber hinaus beitragen magst und kannst, ist in deine eigene Verantwortung gestellt. Von mir bekommst du dazu kein OK (oder eine Ablehnung)….“

Als Antwort schlug sie mir vor, sie doch auf eine Warteliste zu setzen, und falls in dem Zeitraum noch ein Platz frei bliebe, sie dann sozusagen als Reserve mit zu nehmen.

Ich muss leider zugeben, dass ich über ihren Vorschlag kurz nachdenken musste. Irgendwie war es verlockend, dieses Angebot: Ich warte, bis die wirklich finanzstarken Mitsegler kommen, und wenn nicht, kann ich sie ja immer noch mitnehmen.

Aber woher weiß ich wie viel Geld jemand zahlen wird? Die meisten Mitsegler hüllen sich dazu im Vorfeld in dezentes Schweigen. Klar schrillen bei mir immer noch die finanziellen Alarmglocken, wenn sich Studenten anmelden. Mein Vorurteil, dass vor allem junge Menschen eher weniger finanziell beitragen können, ist leider immer noch nicht verschwunden. Auch wenn es mehrfach wiederlegt wurde.

Sie dagegen hat mir ganz offen gesagt, wo ihre Grenze ist. Eigentlich cool. Und sie hat offensichtlich selber nachgerechnet, dass, wenn alle Mitsegler so viel beitragen würden wie sie, das Projekt ins Minus rutscht. Sie hat sich – im Gegensatz zu einigen anderen Mitseglern – die Zahlen zum Projekt wirklich angesehen.

Das zeugt für mich von Verantwortungsbewusstsein und einem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.

Und grundsätzlich: was würde aus diesem Experiment, wenn ich Menschen nach Zahlungsmöglichkeit – und Bereitschaft mitnehmen würde?

Aber ich gebe es zu, einen Moment lang war ich in Versuchung die Freiheit gegen ein Stückchen (vermeintliche) Sicherheit einzutauschen.

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