15.07.2017
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17.07.2017

17.07.2017

Liegen vor Anker in der Nähe von Marstal. Draußen pfeift der Wind ums Schiff. Alle haben sich zum Lesen in verschiedene Winkel des Schiffs verzogen.

Gerade verlässt mich der Mut. Wozu mache ich das hier eigentlich?

Meine Mitsegler haben gute Tipps, wie ich das Risiko ausgenutzt zu werden, minimieren könnte…

Verliere den Glauben, dass dies hier einen Sinn macht. Wer hat etwas von meinem Tun? Braucht das wirklich jemand?

Die Beliebigkeit und Leichtigkeit, mit der in diesem Jahr die Menschen einfach kurz vorher absagen, macht mir zu schaffen.

Habe ich mir hier zielstrebig die Nachteile aus beiden Welten zusammen gestrickt? Kein Geld und keine Verbindlichkeit, da keine Verträge?

Schon praktisch, was ich da anbiete: da schickt Man/Frau einfach drei Tage vorher eine Mail, dass sie nicht kommen wird, und das war‘s dann. Keine Anzahlung verfällt. Super….

Das ist der Preis der Freiheit?

Es fällt mir gerade echt schwer, nicht in Mutlosigkeit zu versinken. Könnte etwas Unterstützung und Ermutigung brauchen. Wenn ich dann mein Projekt noch gegen die Mitsegler verteidigen muss, bin ich schnell dabei, meine eigene Idee in die Tonne zu treten und für nächstes Jahr ein normales Charterunternehmen aufzumachen. Nix mehr mit Forschen und neue Erfahrungen machen. Einfach Menschen rumsegeln und bekochen gegen Summe X?

Ach, was soll’s. Habe gerade keine Lösung. Freue mich auf Carola und die Kinder, die ich in etwas mehr als einer Woche endlich für 5 Tage sehen werde und ansonsten werde ich den Sommer schon überstehen. Dann sehe ich weiter.

Eine Stunde später: Ich lese in dem Buch, dass mir Carola, meine Liebe, meine Frau, hier an Bord gelassen hat: „Die Zukunft in unserer Hand. Das Leben von Barbara Marx Hubbard“, von Neale Donald Walsh. Er zitiert dort Douglas Engelbart, eine Silicon-Valley-Legende, mit den Worten: “Jemand hat mich einmal „nur einen Träumer“ genannt. Das hat mich verletzt, dieses „nur“. Ein Träumer zu sein ist harte Arbeit. Es wird wirklich schwer, wenn du an deine Träume zu glauben beginnst…“
Zufall?

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