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Frust und Freude sind gerade wieder nah beieinander. Gestern war ich, nach dem ich die aktuellsten Zahlen auf meinem Konto gesehen hatte, gelinde gesagt frustriert. Ganz offensichtlich ist mein Dasein auf der Phoenix für die meisten meiner Mitsegler “wertlos“. Die Phoenix dagegen finden die meisten so cool, dass vermutlich bis Ende der Saison ihr Unterhalt gerade so zusammen kommt. Zumindest neige ich dazu, die Zahlen so zu lesen.

Passend zu dieser Stimmungslage stürzt dann noch mein PC just in dem Moment ab, wo ich dabei bin meinen Frust aufzuschreiben. Der Text von einer Stunde verschwindet im Datensalat und ward nicht mehr gesehen.

Abends erreicht mich dann der sehr persönliche Artikel von Rico, den er über seine Erfahrungen auf der Phoenix für die Krautreporter geschrieben hat.

Das ist ein Projekt ganz nach meinem Geschmack: Eine Online-Zeitung finanziert von den Lesern. Gestartet per Crowdfunding. Da finden offenbar genügend Menschen die Arbeit dieser Journalisten so wichtig, dass sie ihnen den Lebensunterhalt sichern. Meine Idee ist also nicht neu und funktioniert ganz offensichtlich: Erst wenn wir Menschen ihr Dasein ermöglichen, können sie frei ihre Arbeit tun!

Dass ausgerechnet dort über mich und meinen kleinen Versuch, etwas mehr Bewusstsein für die wirtschaftlichen Zusammenhänge zu wecken, berichtet wird, macht mich froh und auch ein wenig stolz.

Und hier gleich noch eine weitere positive Nachricht: Tim Müllenborn, Sozialwissenschaftler und Ökonom an der Uni Flensburg, wird mein Experiment wissenschaftlich begleiten und auswerten.

Mein Projekt Unbezahlbar mag vom wirtschaftlichen Standpunkt vielleicht im ersten Jahr gescheitert sein, sinnvoll und notwendig ist es aber offensichtlich trotzdem. Ich halte mich jetzt einfach mal an die Aufforderung eines meiner freundlichen Spender: “Keep sailing…”

 

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