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02.04.2017

02.04.2017

Jetzt wird es ernst. Der Countdown läuft. Am 29.04. kommen die ersten Gäste.
Ich bin seit gestern am Schiff und versinke grade im Chaos: Die kleinen Tücken des (Bord) Alltags erwischen mich voll. Da gilt es mal eben noch die Rettungsinsel zu montieren. Dumm nur, dass es grade Lieferschwierigkeiten gibt und ich nun statt der schon schweren 6 Personeninsel vorübergehend eine für 8 Personen an Bord unterbringen muss. Die Halterung passt nicht und das Ding ist so schwer, dass ich es kaum bewegen kann. Also am Montag neue Halterungen besorgen (Hoffentlich gibt’s die In Wismar?).
Dann ist da noch die für mich als Elektroidioten durchaus anspruchsvolle Verkabelung des Funkgeräts mit einer autarken Stromquelle incl. Solarpaneel. War alles gut geplant und ich habe extra eine Zeichnung von dem Menschen mitbekommen, der die Anlage später abnimmt. Lakonisch sagte er mir, dass ich einen Umschalter für die zwei Batteriebänke einbauen muss und gab mir gleich einen solchen mit. Dumm nur, dass der statt zwei Eingängen für die beiden Batteriebänke und einem Ausgang zum Funkgerät gleich mit 6 verschiedenen, leider nicht näher bezeichneten Anschlussmöglichkeiten, versehen ist. Welche sind nun die richtigen?

So vertage ich auch diese Baustelle auf Montag und ein Telefonat mit ihm. Das bedeutet weiteres Chaos im Schiff, denn natürlich ist jetzt auch noch die Achterkajüte voller nicht fertig angeschlossener Kabel und ich nächtige auf der verbliebenen Salonkoje. Alles steht voll mit Werkzeug, Dingen aus den ausgeräumten Fächern, um an die entsprechenden Leitungen zu kommen und die Unordnung geht mir zusehends auf die Nerven. Dazu funktioniert das bordeigene Ladegerät nicht. Also muss am Montag noch eine Fachmann kommen, es Überprüfen und notfalls ein neues einbauen. Super.

Morgen kommen meine Sohn Nils und sein Freund für die nächsten Wochen zu Besuch. Da sollten zumindest zwei weitere Kojen frei und das gröbste Chaos beseitigt sein. Ich blicke mit leisem Grauen und einer gewissen Faszination auf die mich umgebende Unordnung. Aus Erfahrung weiß ich, dass alles seinen Platz finden wird. Aber jetzt, wo das Schiff eine einzige große Baustelle ist, habe ich leise Zweifel.

Das Wetter zumindest meint es gut mit mir. Herrlicher Sonnenschein sorgt für angenehmes Licht in der Halle und auch die Temperaturen sind moderat. Wismar glänzt mit einem Hafencafe, deren Bedienung vorzüglichen Kaffee machen kann (sie haben eine Vibiemme-Maschine!), und ich genieße das freie W-Lan bei einem leckeren Cappuchino und dem Blick über den Hafen auf die historischen Fassaden der alten Stadt im Abendlicht.

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