04.04.2016
4. April 2016
10.04.2016
10. April 2016
Alle anzeigen

09.04.2016

 

Seit Tagen versuche ich einen Termin für ein persönliches Gespräch zu den steuerlichen Auswirkungen meines Geldexperiments mit meiner Sachbearbeiterin beim Finanzamt zu bekommen.

Bei meinem ersten Anruf war sie zunächst erstaunt, dass überhaupt jemand sie persönlich aufsuchen möchte. Das ist offensichtlich höchst ungewöhnlich. Nein, da müsse sie schon ihre Vorgesetzte fragen. Die sei jetzt aber krank. Ich solle später wieder anrufen.

Beim nächsten Anruf hatte sie mit ihrer Vorgesetzten Rücksprache gehalten. Warum ich nicht einfach einen Brief schreiben könnte? Ich versuchte ihr zu erklären, dass ich ein Geldexperiment mache, und die Reaktionen der Menschen Teil davon sind. Darum würde ich sie gerne persönlich sprechen. Sie klang schon etwas interessierter, wenn auch leicht befremdet und vertröstete mich auf die nächste Woche.

Beim dritten Anruf gab sie mir höflich aber bestimmt einen Korb. Nein, ein Treffen sei nicht möglich. Ich müsste mein Anliegen schriftlich vortragen. Ich erklärte ihr in groben Zügen meine Idee und versuchte sie dafür zu begeistern, an einem ungewöhnlichen Experiment und Kunstprojekt mitzuarbeiten, denn auch der steuerliche Aspekt von Unbezahlbar ist für mich ein Bereich, wo es darum gehen kann neue Möglichkeiten im Umgang mit Geld und Arbeit zu kreieren.

Ich glaube an der Stelle hatte ich sie komplett verloren.
Meine Angst ist, dass wenn ich ein schriftliches Konzept einreiche, es schlicht auf seine Kompatibilität mit dem bestehenden Schema geprüft wird.  Dabei würde ich gerne gemeinsam mit den Menschen im Finanzamt nach einem für alle passenden Platz für meine Idee im Steuerrecht suchen.

Könnte sein, dass das ein hoffnungslos naiver Gedanke ist.
Überschrift: “Deutschland am Abgrund! Finanzbeamtin und Künstler entdecken zusammen neue Steueroase. BILD berichtet…“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.