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12.08.2016

12.08.2016
Phoenix ist eingeweht in Aerösköbing. Es ist kühl, regnet Bindfäden und bläst mit 25 Knoten erfreulich kräftig aus Südwest.

Meine Crew hat keine Lust auszulaufen und ich bin froh darüber. So sitze ich gemütlich im Köblokalt, dem Genossenschaftsladen der Insel, der nur Produkte aus Aerö anbietet, und seit neuestem auch eine Siebträger-Kaffeemaschine (aus Italien…) besitzt.

Ich bin im Augenblick glücklich darüber, wie mein Experiment verläuft: Bisher ist jede Crew in den Themenkomplex Geld, Wirtschaft, Preis, Arbeit, Glück, Sinn, Verantwortung eingetaucht. Ich halte mich mit diesem Thema bewusst zurück. Möchte die Menschen nicht damit belästigen, denn zunächst geht es um eine Seereise. Trotzdem – oder vielleicht gerade wegen der Ausnahmesituation Schiff (und meinem Experiment?) – sind Gespräche von bewegender Tiefe zwischen meist fremden Menschen eher die Regel als die Ausnahme.

Ich bin Dankbar für diese vielfältigen Begegnungen! Was für ein Geschenk: 41 Menschen, die mir Einblicke in mir oft gänzlich unbekannte Welten gewähren. Die sich einlassen mit ihrer Schönheit und Hinfälligkeit. Ihre Gedanken teilen, ihre Freude, ihren Frust. Und ich bin mir wohl bewusst, dass es nicht immer leicht ist mit mir an Bord.

Und alle haben nach einigen Tagen das Gefühl für die Zeit verloren. Die Frage: “welchen Tag haben wir heute eigentlich?“ ist für mich der Indikator, dass die Zeitmaschine Phoenix wieder mal gewirkt hat.

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