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16.04.2016

Ein Schiff an Land ist wie ein gestrandeter Wal. In meinem Fall wie ein grauer, 13 Tonnen schwerer Pottwal. Befindet sich Phoenix in ihrem Element, genügt ein leiser Lufthauch um sie mit Leichtigkeit in Fahrt zu bringen. An Land dagegen wird jede Bewegung zum – meist teuren – Kraftakt. Ein spezieller Autokran musste sie im Herbst aus dem Wasser heben, da der hafeneigene Kran nur Schiffe bis 10 Tonnen heben kann. Abgesetzt auf einem Lagerbock, vollzog sich der weitere Transport bis in die nahegelegene Halle im Schneckentempo.

Leider hatte mir niemand im Herbst beim Einwintern gesagt, dass der Hafen im Frühling ausgebaggert wird und darum die Schiffe erst Anfang Mai zurück ins Wasser können.

Zunächst war ich ratlos. Am 1. Mai kommen die ersten Gäste. Steht Phoenix dann noch hoch und trocken, entspricht das wohl nicht ganz den Erwartungen an so eine Expedition, selbst wenn Überraschungen ja bewusst Teil der Erfahrung sind. Also was tun?

Ein Besuch beim nahgelegenen Wasseramt bringt die Lösung: Ich darf Phoenix bei ihnen zu Wasser lassen, und sie öffnen auch außerplanmäßig das Sperrwerk für mich. Einziger Haken: Anstatt der normalen Distanz von der Halle zum Wasser von 150 Metern, steht uns jetzt eine echte Überlandreise von fast einem Kilometer bevor. Inclusive einiger Bodenwellen, wo der Trailer unterlegt werden muss, und einem Abschnitt öffentlicher Straße…

Ein Wal auf Landreise. Ich freue mich schon jetzt auf den Moment, wenn Phoenix wieder in ihrem Element ist und zumindest die äußere Bewegung meines 13Tonners mit Hilfe des Windes ein leichtes wird!

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