16.05.2017
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17.05.2017

17.05.2017

Zugegeben. Ich bin etwas neidisch. Gestern trafen wir in Schleimünde auf der Lotseninsel Jens Ambsdorf, Vorstand der Lighthouse Foundation, jener Stiftung, die die Lotseninsel gekauft und zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit und Regionalität macht.

Ein beeindruckender Mensch. Ruhig, warmherzig, intensiv erzählte er von seinen Projekten. Ein Mensch mit dem Blick für das Ganze. Voller Energie und Langmut.

Ich bin neidisch auf die Möglichkeiten, welche so eine Stiftung bietet. Neidisch auf die “Leuchtturmwirkung“ eins solchen Projekts.

Gleichzeitig schäme ich mich für diese Regungen. Wie geil ist es, dass Menschen mit viel Geld im Hintergrund sich für einen Bewusstseinswandel an so prominenter Stelle einsetzen? Warum kann ich mich nicht uneingeschränkt daran freuen? Warum fühle ich mich als erste Reaktion ausgeschlossen? Dabei arbeiten wir letztlich am gleichen Thema. Die Begegnung rührt an meine Sehnsucht, Teil eines größeren Teams zu sein. Die Sehnsucht, welche mich in die Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof geführt hat. Um dann dort kläglich zu scheitern.

Offensichtlich sind die Muster von Konkurrenz und Wettbewerb auch in mir noch extrem stark eingebrannt. Anstatt zu Vergleichen wer leistet mehr, wer erreicht mehr Menschen, wer macht mehr für den Wandel, könnte ich mich auch schlicht freuen, dass es diese Menschen und ihren Impuls überhaupt gibt.

Ich bin mit meiner Haltung immer noch mehr Teil des Problems, als ich mir selbst eingestehen möchte. Obwohl ich versuche, Teil der Lösung zu sein.

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