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23.10.2016

23.10.2016

Schritt für Schritt wird mein Traum Wirklichkeit. Nach dem die Phoenix so leicht und glückvoll neue Besitzer gefunden hat, hat sich auch der Kauf des neuen Schiffs traumwandlerisch sicher ergeben. Aus der ursprünglich geträumten Hallberg-Rassy 36 ist nun doch eine schwedische Najad 360 geworden. Der Grund: Ihre bisherigen Eigner waren bereit, sich auf einen realistischen Preis einzulassen.

Auch die Zwischenfinanzierung hat sich überraschend ergeben: Mitsegler haben uns großzügig Darlehen angeboten, mit deren Hilfe und dank des günstigen Preises der Neuen, wir nun ohne Bankkredit auskommen. Hier ein fettes DANKE dafür!

Wieder an Land, beobachte ich vermehrt, was sich so im Rest der Welt gerade tut. Wenn ich nicht auf mich achte, verlässt mich immer wieder der Mut. Mensch, was machen wir da gerade? Es scheint, als verabschieden sich weite Teile der Welt in den Wahnsinn neuer Nationalismen und in die Illusion, Konflikte ließen sich mit Ausgrenzung und Gewalt befrieden.

Bin ich unverantwortlich und verrückt, wenn ich mich da nicht einmische, engagiere und zumindest versuche, etwas zu ändern?

Kann ich vor diesem Hintergrund guten Gewissens einfach Segeln gehen?

Reicht es als mein Beitrag, wenn ich den Menschen, die zu mir an Bord kommen, die Möglichkeit anbiete, innere Ruhe, Gelassenheit und so etwas wie Frieden zu finden? Wenn nach einer Woche zwischen ursprünglich fremden Mitseglern, im besten Fall Respekt und Toleranz vor der Andersartigkeit des Anderen entstanden sind? Manchmal Verständnis und vielleicht sogar ein Stückchen Gemeinschaft? Und wenn all das auch in mir selber entsteht und ich ruhiger, gelassener und friedlicher werde?

Oder ist selbst das schon zu viel Anspruch?

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